# To-do — Repository-Audit vom 2026-09-06 Abarbeitungsliste aus dem Repository-Audit. Reihenfolge ist bewusst gewählt: schnelle Sicherheitsgewinne zuerst, das große Refactoring zuletzt. Abhaken mit `[x]`. Die Nummern in Klammern entsprechen den Punkten aus dem Audit. --- ## Block A — Schnell erledigt, sofortiger Gewinn ### A1. Tote Mock-Login-Route entfernen (Audit 3) - [x] `src/app/api/auth/login/route.ts` löschen - [x] Prüfen, dass niemand sie aufruft (`grep -rn "api/auth/login" src/`) - [ ] Commit + Version bumpen **Warum:** Altcode aus der Anfangszeit. Vergleicht gegen ein hartcodiertes Fake-Passwort (`$2b$10$examplehashedpassword`), erzeugt ein bedeutungsloses `mock-jwt-token-…` und setzt es als Cookie. Weil die Middleware `/api/auth/*` bewusst durchlässt, ist die Route **ohne Login von außen erreichbar** und schreibt jede probierte E-Mail per `console.log` ins Log. Kein Login-Bypass (der Vergleich schlägt immer fehl), aber unnötige Angriffsfläche. ### A2. `npm test` reparieren (Audit 6) - [x] Entscheiden: Jest raus oder Jest einrichten - [x] `package.json`: `"test"` auf das zeigen lassen, was wirklich existiert (Playwright) - [x] `"test:e2e"` für Playwright ergänzen - [x] Debug-Skripte in `tests/` aussortieren (siehe unten) **Warum:** `"test": "jest"` — aber es gibt **keine Jest-Config und keinen einzigen Jest-Test**. Die 15 Dateien in `tests/` sind Playwright-Specs, und die Namen verraten den Charakter: `login-debug.spec.ts`, `css-debug-test.spec.ts`, `login-simple-debug.spec.ts`. Wegwerf-Skripte, keine Regressionstests. `npm test` läuft ins Leere. **Aufräumen:** Die reinen Debug-Skripte löschen, die brauchbaren behalten und benennen. ### A3. `dev`-Branch auflösen (Audit 5) - [ ] Die vier Maßnahmen aus `f6c4a21` frisch auf `main` anwenden (siehe A1, B1, B2) - [ ] `dev` auf `main` zurücksetzen **oder** löschen - [ ] `CLAUDE.md`: Branch-Strategie an die gelebte Praxis anpassen **Warum:** Commit `f6c4a21` vom 04.07.2026 behebt bereits Rate-Limiting, Token-Hashing, die Mock-Route und die Secret-Datei — wurde aber nie gemerged. `dev` fehlen inzwischen **70 Commits** von `main`, ein Merge würde alte Dateistände zurückholen. Deshalb: Commit als *Vorlage* nehmen, Änderungen neu anwenden, `dev` danach entsorgen. `CLAUDE.md` beschreibt einen `dev` → `main`-Workflow, der faktisch nicht gelebt wird (alles läuft direkt auf `main`). Doku an die Realität anpassen ist ehrlicher. --- ## Block B — Sicherheit ### B1. Rate-Limiting auf den Auth-Endpunkten (Audit 4) - [x] Sliding-Window-Limiter in `src/lib/rate-limit.ts` anlegen - [x] Einbinden in `signup` - [x] Einbinden in `resend-verification` - [x] Einbinden in `reset-password` - [x] Einbinden in `verify-email` - [x] Limits dokumentieren (Vorschlag: 5 Versuche / 15 Minuten je IP) **Warum:** Im gesamten `src/` ist **kein Limiter** vorhanden. Signup, Passwort-Reset und Verification-Mails sind unbegrenzt aufrufbar — Einladung zum Missbrauch deines SMTP-Zugangs. ### B2. Passwort-Reset-Token nur als SHA-256-Hash speichern (Audit 4) - [x] Beim Erzeugen: Klartext per Mail, **Hash** in die DB - [x] Beim Einlösen: eingehenden Token hashen, dann vergleichen - [ ] Migration für bestehende Tokens (einfachster Weg: alle invalidieren) **Warum:** `src/app/api/auth/reset-password/route.ts:28` legt `passwordResetToken` im **Klartext** ab. Wer Lesezugriff auf die Datenbank hat, kann fremde Konten übernehmen. Der Token selbst kommt aus `crypto.randomUUID()` — das ist in Ordnung, nur die Ablage nicht. ### B3. Secrets aus dem Git entfernen und rotieren (Audit 2) - [x] `.env.production.save` aus dem Git-Index entfernt (Datei bleibt lokal) - [x] `.gitignore` auf `.env*` erweitert (Ausnahme `.env.example`) - [x] `NEXTAUTH_SECRET` neu erzeugt — 44 Zeichen, geprüft - [x] `SMTP_PASSWORD` neu gesetzt - [x] `deployment-notes.md` und `INFRASTRUCTURE_REQUIREMENTS.md` aus dem Index entfernt - [x] Passwort aus `tests/debug/db-connection-test.spec.ts` entfernt - [x] Nach dem Wechsel neu eingeloggt - [ ] Entscheiden: Historie umschreiben oder belassen (Empfehlung: belassen) - [ ] Prüfen, ob eines der geleakten DB-Passwörter noch aktiv ist (siehe F1) **Warum:** `.env.production.save` ist eingecheckt und enthält **echte Werte** — `DATABASE_URL` (70 Zeichen), `NEXTAUTH_SECRET` (20 Zeichen), `SMTP_PASSWORD` (20 Zeichen). `.gitignore` listet `.env.production`, die `.save`-Endung fällt durchs Raster. Drin seit Commit `da8d019`. **Entwarnung:** Das GitHub-Repo ist **privat** — nicht öffentlich abgreifbar. Die Werte stehen aber in der kompletten Historie, in jedem Klon und auf Gitea. Anleitung siehe [`docs/secret-rotation.md`](docs/secret-rotation.md). --- ## Block C — Build und Typsicherheit ### C1. Build darf Fehler nicht mehr verschlucken (Audit 1) - [ ] **Schritt 1:** `eslint.ignoreDuringBuilds` in `next.config.js` auf `false` - [ ] Gemeldete ESLint-Fehler abarbeiten - [ ] **Schritt 2:** `npm run type-check` laufen lassen, Fehlerzahl notieren - [ ] Fehler abarbeiten — modulweise, nicht auf einmal - [ ] **Schritt 3:** `typescript.ignoreBuildErrors` auf `false` - [ ] `any`-Stellen reduzieren (aktuell **452**) — fortlaufend, kein Blocker **Warum:** `next.config.js` hat `ignoreDuringBuilds: true` **und** `ignoreBuildErrors: true`. `tsconfig.json` sagt zwar `strict: true`, das ist aber wirkungslos, weil der Build die Fehler gar nicht meldet. **Ein Typfehler fällt nicht beim Bauen auf, sondern erst als kaputte Seite im Browser.** Ein erfolgreicher Build ist derzeit *kein* Beweis, dass der Code korrekt ist. **Achtung Reihenfolge:** Erst ESLint, dann TypeScript. Beides gleichzeitig abzuschalten blockiert jeden Deploy, bis alles behoben ist. --- ## Block D — Struktur ### D1. Dateien über 4000 Zeilen aufteilen (Audit 7) Betroffen sind genau zwei Dateien: | Datei | Zeilen | |---|---:| | `src/components/WeeklyView.tsx` | 11.906 | | `src/components/SettingsSidebar.tsx` | 5.445 | **Voraussetzung:** C1 muss laufen — ohne Typecheck ist ein Refactoring dieser Größe Blindflug. Ebenso hilfreich: A2, damit es überhaupt Tests gibt. #### WeeklyView.tsx → Zielstruktur - [ ] `src/components/weekly/` anlegen - [ ] Reine Helfer nach `src/lib/weekly/` (Datum, Slots, Formatierung) - [ ] Drag & Drop in einen Hook `useTaskDragDrop.ts` - [ ] Someday-Listen in `SomedayLists.tsx` - [ ] All-Day-Leiste in `AllDayBar.tsx` - [ ] Zeitraster + Tagesspalten in `TimeGrid.tsx` / `DayColumn.tsx` - [ ] Einstellungs-Flyouts in `QuickSettingsPanel.tsx` - [ ] Daten-Laden in `useWeeklyData.ts` - [ ] `WeeklyView.tsx` bleibt als Orchestrator übrig #### SettingsSidebar.tsx → Zielstruktur - [ ] `src/components/settings/` anlegen - [ ] Ein Panel pro Themenbereich als eigene Datei - [ ] Gemeinsame Bausteine (Farbwähler, Schalterzeile) in `settings/controls/` **Vorgehen:** In kleinen Schritten, jeder Schritt ein eigener Commit, nach jedem Schritt Typecheck. Kein "großer Wurf" — die Datei ist zu zentral. **Warum:** `WeeklyView.tsx` ist ein Viertel des gesamten Quellcodes. Der Weekday-Bug von Anfang September saß genau dort und war nur deshalb schwer zu finden. --- ## Block E — Dauerhafte Absicherung ### E1. Regelmäßige automatische Prüfung (Audit 8) - [x] SonarQube-Analyse gegen https://sq.martin-bierschenk.de einrichten - [x] Regelmäßigen Lauf aufsetzen — nightly 03:00, `todo-sonar.timer` (systemd user unit) - [x] `npm audit` in denselben Lauf aufnehmen (`scripts/quality-check.sh`) - [ ] `todo-sonar.timer` auf `scripts/quality-check.sh` umstellen statt nur `todo-sonar-scan` - [ ] Playwright-Tests in den nächtlichen Lauf aufnehmen (braucht laufende App — erst nach A2) - [ ] Quality Gate im SonarQube definieren - [ ] Ergebnis irgendwohin melden, wo es auffällt (bisher nur Konsolenausgabe) - [ ] **Entscheiden:** `.github/workflows/sonarqube.yml` löschen oder behalten **Stand:** Die Analyse läuft bereits — nächtlich um 03:00 auf dem Spark, per systemd-Timer, Ergebnis auf https://sq.martin-bierschenk.de. Was fehlte, war `npm audit` (Sicherheitslücken in Abhängigkeiten findet SonarQube nicht) und ein Bündel-Skript. Beides ist jetzt da. **Zur Entscheidung:** GitHub Actions wurde am 02.09. bewusst verworfen — das Repo ist privat, Actions-Minuten kosten, und der SonarQube-Server läuft ohnehin selbst gehostet. Trotzdem liegt seit dem 03.09. ein Workflow im Repo, der bei jedem Push auf `main` anspringt. Er ruft `npm run type-check` und `npm run lint` auf — beides schlägt derzeit fehl (siehe C1), der Workflow wäre also dauerhaft rot. Sein Projekt-Key war zudem falsch und hätte in ein zweites, leeres SonarQube-Projekt geschrieben; das ist korrigiert. Entweder löschen (passt zur Entscheidung vom 02.09.) oder bewusst behalten und C1 vorziehen. **Warum:** Bisher fallen Regressionen erst in Produktion auf. In Kombination mit C1 (Build meldet Fehler) und A2 (Tests laufen) entsteht daraus ein echtes Netz. ### E2. Abhängigkeiten auf Sicherheitslücken prüfen - [ ] `npm audit` auf dem Container ausführen - [ ] Kritische Funde beheben **Warum:** Konnte im Audit **nicht** geprüft werden — `node_modules` ist auf dem CIFS-Share nicht installierbar (keine Symlinks). Zu bekannten Lücken in den Abhängigkeiten liegt daher **keine Aussage** vor. Muss nachgeholt werden. --- ## Block F — Zurückgestellt ### F1. Datenbank-Passwort rotieren *(bewusst nach hinten geschoben)* - [ ] Prüfen, ob eines der geleakten Passwörter noch aktiv ist - [ ] Falls ja: rotieren nach [`docs/secret-rotation.md`](docs/secret-rotation.md), Schritt 2 - [ ] Falls nein: nichts zu tun, Haken dran **Warum zurückgestellt:** Von den drei Zugangsdaten ist dieses das am wenigsten dringende. Die Datenbank hört auf einer **privaten LAN-Adresse**, nicht am Internet. Wer das Passwort aus dem Git holen will, braucht Zugriff auf das **private** Repository — und ist damit ohnehin schon im Netz. `NEXTAUTH_SECRET` und `SMTP_PASSWORD` waren die kritischen, beide sind erledigt. **Und es ist riskant:** Supabase läuft selbst gehostet per Docker. Dasselbe Passwort steckt in `supabase/docker/.env` **und** in Postgres. Ein halb durchgeführter Wechsel legt die Datenbank und damit die App lahm. Das gehört an einen ruhigen Abend, nicht nebenbei. **Zwei verschiedene Passwörter liegen im Git** (Fingerabdrücke, keine Klartexte): | Fingerabdruck | Wo | Vermutung | |---|---|---| | `59fb583eaae9` | `deployment-notes.md`, `INFRASTRUCTURE_REQUIREMENTS.md` | altes Docker-Compose-Setup (`@db:5432`), vermutlich tot | | `9dbb40b14c4d` | `.env.production.save` | Supabase-Zugang, **möglicherweise noch aktiv** | Prüfen lässt sich das auf dem Container, ohne einen Wert auszugeben: ```bash cd /root/My-Weekly-ToDo-List grep '^DATABASE_URL=' .env | sed -E 's|.*://[^:]+:([^@]+)@.*|\1|' | tr -d '\n' | sha256sum | cut -c1-12 ``` Ergibt der Befehl `9dbb40b14c4d`, ist das geleakte Passwort noch in Benutzung — dann lohnt F1. Kommt etwas anderes heraus, wurde es längst getauscht und du kannst F1 abhaken. --- ## Kleinkram (ohne Eile) - [ ] 114 `console.log` aus dem Produktionscode entfernen (die 275 `console.error` sind in Ordnung) - [ ] `NEXTAUTH_SECRET` auf 32 Byte verlängern (erledigt sich mit B3) - [ ] API-Routen: JSON-401 statt HTML-Redirect für nicht angemeldete Aufrufe - [ ] `deploy.sh` und `docker-compose.yml` löschen oder als veraltet markieren — sie beschreiben ein Portainer-Setup, das nicht mehr verwendet wird - [ ] Eigener Auth-Check in `apple/sync` und `weather/geocode` (aktuell nur durch die Middleware geschützt — zusätzliche Absicherung schadet nicht)