My-Weekly-ToDo-List/docs/secret-rotation.md
mARTin-B78 230a4034e8
Some checks are pending
Playwright Tests / test (push) Waiting to run
Test and SonarQube / quality (push) Waiting to run
feat: rate limiting, token hashing, remove mock login route
Erste Abarbeitung des Repository-Audits (siehe TODO.md).

Sicherheit:
- Rate-Limiting für alle vier Auth-Endpunkte. Sie waren unbegrenzt aufrufbar,
  also beliebig viele Mails über den eigenen SMTP-Zugang und beliebig viele
  Rateversuche auf Verifizierungscodes.
- Passwort-Reset-Token nur noch als SHA-256-Hash in der Datenbank. Bisher
  Klartext: Lesezugriff auf die DB genuegte zur Kontouebernahme.
- Tote Mock-Login-Route entfernt. Sie verglich gegen ein hartcodiertes
  Fake-Passwort und war ueber die Middleware-Ausnahme fuer /api/auth/*
  ohne Anmeldung erreichbar.
- Passwort-Reset auf bcrypt-Kosten 12, wie beim Signup.

Reparaturen:
- npm test rief jest auf, obwohl es weder Jest-Config noch Jest-Tests gibt.
  Zeigt jetzt auf Playwright; jest/ts-jest/@types/jest entfernt.
- Falscher sonar.projectKey im Workflow.

Verifiziert per tsc gegen die geaenderten Bereiche: keine neuen Typfehler.

v1.117.0

Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
2026-09-06 20:01:30 +02:00

197 lines
5.6 KiB
Markdown
Raw Blame History

This file contains ambiguous Unicode characters

This file contains Unicode characters that might be confused with other characters. If you think that this is intentional, you can safely ignore this warning. Use the Escape button to reveal them.

# Secrets rotieren
Anleitung zum Austausch der Zugangsdaten, die versehentlich in `.env.production.save`
im Git gelandet sind.
**Grundregel:** Kein Befehl in dieser Anleitung gibt einen Geheimwert auf dem Bildschirm
aus. Die neuen Werte werden direkt in die Datei geschrieben. Du siehst sie nie, ich sehe
sie nie, und sie landen nicht in der Shell-History (dort steht nur der Befehl, nicht sein
Ergebnis).
---
## Vorab: Was passiert mit den Daten?
Kurz: **Es geht nichts verloren.** Im Einzelnen:
| Was du änderst | Folge für die Daten | Folge für die Nutzer |
|---|---|---|
| `NEXTAUTH_SECRET` | keine | Alle werden ausgeloggt, Login danach normal möglich |
| Datenbank-Passwort | keine | keine |
| `SMTP_PASSWORD` | keine | keine |
Wichtig zu verstehen: **Die Passwörter der Nutzer hängen nicht am `NEXTAUTH_SECRET`.**
Sie liegen als bcrypt-Hashes in der Datenbank und bleiben davon völlig unberührt.
`NEXTAUTH_SECRET` signiert nur die Sitzungs-Cookies. Wird es getauscht, sind die
ausgestellten Cookies ungültig — jeder muss sich **einmal neu anmelden**, mit dem
gewohnten Passwort. Danach ist alles wie vorher.
Beim Datenbank-Passwort änderst du nur die *Zugangsdaten*, nicht die Datenbank.
Tabellen und Inhalte bleiben unangetastet.
---
## Schritt 0 — Sicherheitsnetz
Auf dem Container:
```bash
cd /root/My-Weekly-ToDo-List
cp .env .env.backup-$(date +%F)
chmod 600 .env.backup-*
ls -l .env.backup-*
```
Falls etwas schiefgeht, kommst du damit zurück. Die Sicherung liegt außerhalb von Git
(`.env*` ist ignoriert) — bitte trotzdem später aufräumen.
Zusätzlich ein Datenbank-Backup, bevor du am DB-Zugang drehst:
```bash
bash /root/My-Weekly-ToDo-List/scripts/backup-db.sh
```
---
## Schritt 1 — `NEXTAUTH_SECRET` neu erzeugen
Ein Befehl, der den neuen Wert erzeugt und **direkt** in die Datei schreibt:
```bash
cd /root/My-Weekly-ToDo-List
sed -i "s|^NEXTAUTH_SECRET=.*|NEXTAUTH_SECRET=\"$(openssl rand -base64 32)\"|" .env
```
Kontrolle, ohne den Wert zu zeigen — es wird nur die Länge ausgegeben:
```bash
awk -F= '/^NEXTAUTH_SECRET=/{v=substr($0,index($0,"=")+1); gsub(/"/,"",v); print "Länge:", length(v), "Zeichen"}' .env
```
Erwartet: **44 Zeichen** (32 Byte in Base64). Der alte Wert hatte 20 — also deutlich zu kurz.
---
## Schritt 2 — Datenbank-Passwort rotieren
Das passiert bei Supabase, nicht auf dem Server:
1. Supabase-Projekt öffnen → **Settings** → **Database**
2. **Reset database password** — neues Passwort erzeugen lassen
3. Passwort in deinen Passwort-Manager, **nicht** in eine Datei kopieren
4. Supabase zeigt dir die fertigen Connection-Strings für `DATABASE_URL` (Pooler, Port 6543)
und `DIRECT_URL` (direkt, Port 5432)
Auf dem Container einsetzen — dieser Weg zeigt die Eingabe nicht an:
```bash
cd /root/My-Weekly-ToDo-List
read -rsp "Neue DATABASE_URL einfügen: " V && printf '\n' && \
sed -i "s|^DATABASE_URL=.*|DATABASE_URL=\"$V\"|" .env && unset V
read -rsp "Neue DIRECT_URL einfügen: " V && printf '\n' && \
sed -i "s|^DIRECT_URL=.*|DIRECT_URL=\"$V\"|" .env && unset V
```
`read -rs` unterdrückt die Anzeige beim Tippen, `unset` räumt die Variable weg.
Verbindung prüfen, ohne Zugangsdaten auszugeben:
```bash
npx prisma db execute --stdin <<< "SELECT 1;" && echo "Datenbank erreichbar"
```
---
## Schritt 3 — SMTP-Passwort rotieren
1. Beim Mail-Anbieter ein neues Passwort setzen (idealerweise ein App-Passwort)
2. Auf dem Container eintragen:
```bash
cd /root/My-Weekly-ToDo-List
read -rsp "Neues SMTP-Passwort: " V && printf '\n' && \
sed -i "s|^SMTP_PASSWORD=.*|SMTP_PASSWORD=\"$V\"|" .env && unset V
```
---
## Schritt 4 — Übernehmen
```bash
cd /root/My-Weekly-ToDo-List
cp .env .next/standalone/.env
pm2 restart my-weekly-todo --update-env
pm2 save
```
Der Kopierschritt ist nötig, weil der Standalone-Build seine eigene `.env` neben
`server.js` liest.
Danach: einmal im Browser neu anmelden. Dass du ausgeloggt wurdest, ist der **Beweis**,
dass das neue `NEXTAUTH_SECRET` greift.
---
## Schritt 5 — Die Datei aus dem Git entfernen
```bash
cd /root/My-Weekly-ToDo-List # oder im Arbeitsrepo
git rm --cached .env.production.save
rm .env.production.save
```
`.gitignore` ergänzen:
```
.env*
!.env.example
```
Committen, pushen, fertig.
---
## Schritt 6 — Historie: umschreiben oder nicht?
Nach Schritt 5 ist die Datei aus dem *aktuellen* Stand verschwunden — in der **Historie**
steht sie weiterhin.
**Meine Empfehlung: Historie so lassen.** Begründung:
- Das Repository ist **privat** (geprüft).
- Nach den Schritten 1–3 sind die enthaltenen Werte **wertlos**, weil überall ersetzt.
- Historie umschreiben ändert jeden Commit-Hash. Alle Klone (dein Rechner, der Container,
Gitea) müssten neu geholt werden, alte Tags zeigen ins Leere. Das Risiko übersteigt
den Nutzen deutlich.
Rotieren schlägt Umschreiben: Ein rotiertes Geheimnis in der Historie ist harmlos, ein
nicht rotiertes bleibt auch nach dem Umschreiben in jedem existierenden Klon.
Falls du es trotzdem willst — nur bei Bedarf, mit vorherigem Voll-Backup:
```bash
git filter-repo --path .env.production.save --invert-paths
```
Danach `git push --force` auf **beide** Remotes, und jeder Klon muss neu erstellt werden.
---
## Kontrolle zum Schluss
```bash
cd /root/My-Weekly-ToDo-List
git ls-files | grep -E "^\.env" || echo "OK: keine .env-Datei mehr im Git"
grep -cE "^(NEXTAUTH_SECRET|DATABASE_URL|DIRECT_URL|SMTP_PASSWORD)=" .env
```
Die zweite Zeile muss `4` ergeben — vier gesetzte Schlüssel, ohne einen davon zu zeigen.
Zum Schluss die Sicherungen aufräumen:
```bash
shred -u .env.backup-* 2>/dev/null || rm -f .env.backup-*
```